©Foto: Teona Dolenjashvili
©Foto: Teona Dolenjashvili

Ekaterine Togonidze  wurde 1981 geboren. 2011 erschien ihre erste literarische Veröffentlichung. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrmals ausgezeichnet, zuletzt erhielt sie 2012 den renommierten Saba-Preis. Ekaterine Togonidze war 2013 offizieller Gast der Leipziger Buchmesse, im gleichen Jahr war sie auch Stipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin. 

Ekaterine Togonidze prägt seit über fünf Jahren Georgiens Literaturlandschaft. Mit ihrem ersten Roman Einsame Schwestern war sie die erste Schriftstellerin, die das Thema »Körperliche Behinderung« in Georgien literarisch verarbeitete und zur Diskussion brachte.


TERMINE

 

16. M Ä R Z  | 13 : 00 Uhr  |   EINSAME SCHWESTERN - EKATERINE TOGONIDZE   | Präsentation | Leipzig liest international, Veranstaltungen in englischer Sprache

Veranstalter: Georgian National Book Center |  www.book.gov.ge  | Septime Verlag  | www.septime-verlag.at

Autorin: Ekaterine Togonidze  | Moderator: Jürgen Schütz  | Übersetzung: Nino Kavelashvili

Veranstaltungsort:  Leipzig Buchmesse -www.leipziger-buchmesse.de | Forum Ost Süd Ost: Halle 4, Stand D401 Messe-Allee 1, 04356  Leipzig 

 

16. M Ä R Z  |   19 : 00  Uhr  |  Septime in der Galerie Stritz - www.septime-verlag.at  |  EKATERINE TOGONIDZE / CORINNA ANTELMANN  | Lesung aus den Romanen Einsame Schwestern und Drei Tage drei Nächte  |   Galerie Stritz   Breslauer Straße 14, 04299 Leipzig 

 

17. M Ä R Z  |   19 : 00  Uhr  |  EKATERINE TOGONIDZE BEI TUCHOLSKY   |   Zweichsprachige Lesung aus dem Roman:  "Einsame Schwestern"  Georgisch/Deutsch

Tucholsky Buchhandlung - www.buchhandlung-tucholsky.de  |  Tucholskystraße 47, 10117 Berlin


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EINSAME SCHWESTERN - EKATERINE TOGONIDZE

Septime Verlag - www.septime-verlag.at  |  Erscheinungsjahr:  2018

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Die siamesischen Zwillinge Lina und Diana sterben unter mysteri­ösen Umständen. Erst danach erfährt ihr Vater Rostom von deren Existenz, und dann, Seite für Seite, über das Leben seiner Töchter und deren unterschiedliche Persönlichkeiten in ihren ergreifenden Tagebucheinträgen.

Die beiden gegensätzlichen Stimmen zeichnen ihre außergewöhnlichen Er­­fahrungen als zwei getrennte Personen auf, die sich einen Körper teilen müssen. Bis ins Teenager-Alter werden die verletzlichen Zwillinge von der Außenwelt verborgen und von der Großmutter umsorgt, die darum kämpft, die beiden in einem verarmten post­sowjetischen Georgien zu beschützen – einer Gesellschaft mit wenig Mitgefühl für Behinderte. Nachdem die Großmutter stirbt, sind Lina und Diana wehrlos und fallen jeder Art von Misshandlung zum Opfer. Sie werden sexuell und psychisch missbraucht, sie werden gezwungen, als Freaks im Zirkus zu arbeiten.

Von der Taille abwärts verbunden, bleibt den Schwestern als einziger Rück­zugsort die Welt ihrer Tagebücher: Lina, unbeschwert und glücklich, ist fähig, sich zu verlieben, schreibt Gedichte, hat eine optimistische und romantische Seele und erfreut sich an den kleinen Dingen des Lebens. Diana, angespannt und bodenständig, kann ihre Situation nicht akzeptieren.


LESEPROBE

Rostom stieg aus dem Fahrstuhl. »Da sind Sie ja! Ich wollte schon wieder gehen«, sagte der Briefträger. Er händigte ihm einen Umschlag aus, ließ ihn unterschreiben und lief rasch die Treppe hinunter. Das Schreiben kam von einem Krankenhaus: »Sehr geehrter Herr Mortschiladze, für die von uns für Ihre Kinder in Auftrag gegebene …« – Rostom hörte auf zu lesen. Er hatte keine Kinder. Er drehte das Blatt unschlüssig um, sein Blick fiel auf den letzten Satz: »Unser aufrichtiges Beileid.« »Was soll der Blödsinn?!«, sagte er und beugte sich über das Treppengeländer. Der Briefträger war verschwunden

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