Otar Tschiladse, 1933 im georgischen Sighnaghi geboren, gilt als der wichtigste georgische Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zeitlebens engagierte sich der Lyriker, Dramatiker und Prosaautor für eine Eigenständigkeit Georgiens gegen die fast zweihundertjährige Übermacht russischen, später sowjetischen Einflusses. Bei Matthes & Seitz Berlin erschien bisher sein Roman Der Garten der Dariatschangi.



DER KORB - OTAR CHILADZE  

Matthes und Seitz Berlin  -  www.matthes-seitz-berlin.de

Übersetzung: Kristiane Lichtenfeld | Erscheinungsjahr  2018



Das Idyll des einfachen Hirten an einem Bergeshang des Kaukasus trügt: Der Hirte ist in Not, er weiß, dass sich derweil der russische Chef des Militärpostens lustvoll mit seiner Frau vergnügt. Doch als er zur Ehrenrettung der Familie erst sie erschlägt und sich dann selbst ersticht, ahnt der Hirte nicht, dass seine Tat ein Ungeheuer gebiert: Der zweijähige Sohn, aufmerksamer Zeuge all dieser Szenen, wächst zum furchtbaren Gewalttäter heran: Er ist der erste Rashden Kascheli, Stammvater einer neuen Gattung, die mehrere Generationen hindurch die Geschicke Georgiens bestimmt. Die Vernichtung der georgischen Republik, die Sowjetisierung des Landes, Schauprozesse und Intelligenzlermorde nehmen fortan ihren Lauf. Bis in die Gegenwart fasziniert ein immer noch machtvoller Rashden Kascheli die jungen Aufmüpfigen, hier fesselt er sie in einer inzestartigen Beziehung innerhalb der für Tschiladse typischen Großfamilie. Die Folge – noch ein Mord. Nur ein gedachter? Der Leichnam fehlt. Die Sühne wird im Abchasienkrieg erbracht. Otar Tschiladses letzter Roman zeichnet virtuos ein Zeitbild seines in schwierigem Umbruch befindlichen Landes, das sich nach der Loslösung vom Imperium erst selbst finden muss.



DER  GARTEN  DER  DARIATSCHANG  -  OTAR  TSCHILADSE  

MSB Matthes & Seitz Berlin  | Erscheinungsjahr  2014  |  www.matthes-seitz-berlin.de 

Übersetzung: Kristiane Lichtenfeld   » Der Garten der Dariatschang « bei www.amazon.de 


 

»Mein Buch«, sagte Tschiladse über seinen ersten Roman von 1973, »zeigt Medea, wie sie bis zum Eintreffen der Griechen war: ein gewöhnlicher lebendiger Mensch, ohne alles Magische. Sie vermag zu lieben und begeht um der Liebe willen Taten, für die sie später leiden muss.« Otar Tschiladse erzählt in diesem gewaltigen Roman über die sagenhafte Medea aus der ungewöhnlichen Perspektive der eroberten »Barbaren«, der Bewohner der antiken Kolchis (dem heutigen Georgien). Er verwendet dabei die uns aus der griechischen Überlieferung bekannten mythologischen Stoffe und Gestalten, erzählt sie jedoch als Geschichten aus einem gewöhnlichen Alltag, dass sie unser aller Geschichten sein könnten. ›Der Garten der Dariatschangi‹ schildert elementarste menschliche Leidenschaften: Liebe und Hass, Selbsttreue und Opportunismus, Stolz und Demut, aber auch Demütigung, Gewalt und Duldsamkeit. So lotet Tschiladse die verborgensten Winkel der Seele aus und verleiht seinen Figuren eine große menschliche Dimension.


PRESSESTIMMEN

»›Der Garten der Dariatschangi‹ bezaubert durch die ungewöhnliche Mischung aus Mythos und Realität, genauer psychologischer Auslotung der Figuren, philosophischer Tiefe und großer Metaphernfülle, die an den magischen Realismus lateinamerikanischer Autoren erinnert. Zu verdanken ist dieses intensive Leseerlebnis auch der hervorragenden Übersetzungsleistung von Kristiane Lichtenfeld.«

Christina Links, SR 2, Juli 2015

 

 

Otar Tschiladse: "Der Korb"

Mitreißendes Psychogramm der georgischen Seele

Assoziationen, wechselnde Erzählerstimmen, Träume, Visionen und Zeitensprünge: "Der Korb" ist ein virtuos erzähltes Epos über Georgien unter russischer Herrschaft - und zugleich die furiose Chronik einer machtversessenen Familiendynastie, die das Schicksal des Landes seit vielen Jahren bestimmt.

Von Cornelius Wüllenkemper 

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