Georgien,  Literatur, Buch,  Kulturkaufhaus, Berlin, Tiflis, Kunst, Kultur, kulturgeorgien
© Alexander Janetzko

Giwi Margwelaschwili wurde 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geboren. 1946 wurde er zusammen mitseinem Vater vom sowjetischen Geheimdienst NKWD entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert und anschließend nach Georgien verschleppt. Dort lehrte er Deutsch. Erst 1987 konnte er nach Deutschland ausreisen. Ihn begleitete eine Unzahl von in der Emigration auf Deutsch geschriebenen Romanen und Erzählungen. 1994 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft und ein Ehrenstipendium des Bundespräsidenten, 1995 den Brandenburgischen Literatur-Ehrenpreisfürsein Gesamtwerk, 2006 die Goethe-Medaille, 2008 das Bundesverdienstkreuz. Er ist Mitglied des P.E.N. und lebt in Berlin. Im Verbrecher Verlag erschienen: »Officer Pembry«, Roman (2007); »Zuschauerräume«, Lesedrama (2008); »Vom Tod eines alten Lesers«, Erzählungen (2008); »Der Kantakt«, Roman (2009).


TERMINE

14. DECEMBER 19 UHR 

Botschaft von Georgien in der Bundesrepublik Deutschland

Rauchstraße 11, 10787 Berlin, 10787 Berlin

Giwi Margwelaschwilis Leben und Werk stellt am Abend von dessen 90. Geburtstag Prof. Dr. Alexander Kartosia in einem Überblick vor. Prof. Kartosia studierte Germanistik und Linguistik in Tbilissi und Berlin. Von 1989 bis 1998 war er Lehrstuhlinhaber für Deutsche Philologie an der Iwane-Dshawachischwili-Staatsuniversität Tbilissi, von 1997-1998 Leiter der Georgischen Nationalbibliothek und von 1998 bis 2004 Bildungsminister Georgiens im Kabinett Eduard Schewardnadse. Zur Zeit lehrt er an der Iwane-Dshawachischwili-Staatsuniversität Tbilissi und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

 

Jörg Sundermeier, Verleger des Verbrecher Verlags, der die Werke "Kapitän Wakuschs", wie Giwi Margwelaschwili in seiner Autobiographie sich selber nennt, herausbringt (zuletzt Anfang dieses Jahres den Roman "Die Medea von Kolchis in Kolchos"), ist Autor für diverse Zeitungen und Magazine, u. a. für die tageszeitung, Berliner Zeitung und Jungle World. Als Verleger wurde er 2014 mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet. 2017 erschien von ihm "11 Berliner Friedhöfe, die man gesehen haben muss, bevor man stirbt".

Jörg Sundermeier liest Geschichten von Giwi Margwelaschwili und präsentiert zusammen mit Axel Haase den zum 90. Geburtstag erscheinenden Band "Bedeutungswelten" (zum Buch siehe: http://www.verbrecherverlag.de/book/detail/889), der ein mit dem Jubilar geführtes Gespräch enthält und an diesem Abend seine Buchpremiere hat.

Axel Haase war bis zur Gründung der Literaturagentur Herbach & Haase 1997 als Lektor und Übersetzer und im Verlagsbereich für Rechte und Lizenzen tätig. Er gehört dem Vorstand des traditionsreichen Berliner Leseortes "Buchhändlerkeller" an.

Giwi Margwelaschwili wird in einigen Filmdokumenten zu Wort kommen.

Im Anschluß daran lädt die Botschaft zu einem Geburtstag-Empfang


BEDEUTUNGSWELTEN www.verbrecherverlag.de  | Verbrecher Verlag   |  Erscheinungsjahr  2017

Jörg Sundermeier hat Margwelaschwili im Frühjahr 2016 an fünf Tagen zu seinem Leben und seinem Werk interviewt, dieses Interview wird durchbrochen und ergänzt durch kleinere Auszüge aus dem Werk. Hier zeigt sich der Philosoph und Ontotextologe Margwelaschwili ganz offen. Er erklärt den Einfluss der Philosophie von Husserl, Heidegger und Deleuze auf sein Werk, erzählt über sein Leben in der Sowjetunion und sein Leben zwischen den Welten nach dem Fall der Mauer.  So entsteht ein intimes Porträt des deutsch-georgischen Denkers und führt in das Werk dieses einzigartigen Erzählers der Erzähltheorie ein, in dem sich Philosophie und Erfahrungen der Emigration miteinander verbinden. So entstehtein intimes Porträt des deutsch-georgischen Denkers. Dieses Buch führt in das Werk dieseseinzigartigen Erzählers der Erzähltheorieein, in dem sich Philosophie und Erfahrungen der Emigration miteinander verbinden.

LESEPROBE 

JÖRG SUNDERMEIER: Herr Margwelaschwili, Sie sind 1927 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren zu diesem Zeitpunkt aber georgische Staatsbürger, beziehungsweise – da es Georgien nicht mehr gab – staatenlos. Sprachen Ihr Vater und Ihre Mutter deutsch?

GIWI MARGWELASCHWILI: Mein Vater sprach deutsch, meine Mutter weniger.Ich glaubesogar überhaupt nicht. MeinVater hat jaseinen Doktorin Deutschland gemacht, in Leipzig. Und ebenweiler diese Sprachkenntnis hatte, ist er nach Deutschland emigriert...  LESEPROBE  WEITERLESEN



DAS  LESE   -   LIEBESEHEGLÜCK  |  www.verbrecherverlag.de   |  Verlag: Gollenstein  |  Erscheinungsjahr: 2012  |  » Das Lese-Liebeseheglück «  bei  amazon.de

» Im Unterschied zu der an dieser Stelle gewöhnlich gegebenen Versicherung, daß die Personen in dem folgenden Buchtext nur ausgedachte sind und eine etwaige Ähnlichkeit mit irgendwelchen Realpersonen nur dem Zufall zuzuschreiben wären, haben wir hier das genaue Gegenteil davon zu melden: außer dem Leser sind alle Buchpersonen im „Lese-Liebeseheglück“ Realpersonen, mit denen der Verfasser während seiner Stadtschreiberzeit in Saarbrücken zusammentraf. Das Buch ist als eine Hommage an alle diese Leute gedacht, die ihm nach langer Zeit wieder das Gefühl vermittelt haben, einer Muttersprachgemeinschaft anzugehören.«

Givi Margwelaschwili entführt seine Leser in einer phantastischen Reise zurück in die nassau-saarbrückische Fürstenzeit des Jahres 1786. Doch im Gegensatz zum klassischen historischen Roman sind es hier „Realweltmenschen“ des Jahres 1990, die versuchen – mit Hilfe des Lesers – in den Lauf der Geschichte einzugreifen, mit dem Ziel, den Ausbruch der Französischen Revolution hinauszuzögern. 

 

KLAPPENTEXT

„Lieber Leser, jetzt kommt alles auf Sie an. Denken Sie sich und uns alle bitte in dieses Bild hinein und auf die Jäger zu! Das können Sie durchaus, denn der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nun, lieber Leser, was zögern Sie noch? Bilden Sie uns dort endlich hinein!“

So beginnt Giwi Margwelaschwilis Roman, der zurückgeht auf seine Zeit als Stadtschreiber in Saarbrücken, 1990, wenige Jahre vor seiner endgültigen Rückkehr nach Deutschland. Im Saarbrücker Hotel Fuchs lässt er eine fulminante Reise in die (saarländische) Geschichte des 18. Jahrhunderts beginnen, in der der Leser eine besondere Rolle übernimmt, als Mitgestalter des literarischen Geschehens.

„Man hat es bei diesem Buch nicht nur mit einer phantastischen Abenteuergeschichte und einem historischen Roman über die Traumatisierung der Saar-Region zu tun, wie Ralph Schock in seinem hilfreichen Nachwort erklärt. Margwelaschwili führt auch ein klassisches philosophisches Gespräch. Äußerst unterhaltsam ist das allein durch seine Liebe zum Sprachspiel. Mit Witz lernt man Grundsätzliches über Literatur. Und über das gute Leben im schlechten, denn darum geht es immer bei ihm.“ Insa Wilke / taz

Ralph Schock stellt in seinem Nachwort den Autor vor und führt in dessen ungeheuer spannendes Werk ein.


OFFICER  PEMBRY   |  www.verbrecherverlag.de   |  Verlag: Verbrecherverlag | Erscheinungsjahr:  2007   |  » Officer Pembry  « bei  www.amazon.de

Officer Pembry ist überrumpelt – in einem rund einhundert Jahre alten Thriller namens „Das Schweigen der Lämmer“ soll seine Zukunft eingeschrieben sein. Er soll einem intelligenten Kannibalen namens Hannibal Lecter zum Opfer fallen, wenn dieser aus dem Gefängnis ausbricht. So jedenfalls behauptet es der Beamte Meinleser von der Prospektiven Kriminalpolizei, der alles andere als verrückt zu sein scheint. Pembry muss also, um seinem Schicksal entgehen zu können, zur Lektüre greifen, und das Buch gegen den Strich lesen, um seine Haut zu retten. Giwi Margwelaschwili legt erstmals seit zehn Jahren wieder einen Roman über die „Lese- Lebenswelt“ vor, ein intelligentes Spiel mit Lesewirklichkeiten und der Bedeutung von Lektüre für die Leser und die Gelesenen. „Officer Pembry“ ist ein spannender SciFi-Krimi und zugleich literarischer Hochgenuss.


FLUCHT ÄSTHETISCHE   NOVELLE  |  www.verbrecherverlag.de  |  Verlag: Verbrecherverlag  Erscheinungsjahr: 2012  | » Fluchtästhetische Novelle «  bei  www.amazon.de

Kapitän Wakusch besteigt bang das Flugzeug, das ihn zu Verwandten in das ferne, unbekannte Georgien bringen soll. Doch die Maschine will nicht abheben: Wieder und wieder drehen sich die Propeller, wieder und wieder gehen die Fluggäste an Bord – das Flugzeug jedoch startet nie. Wie kann das sein? Kapitän Wakusch ist eine Buchfigur, dessen Buch unter Leserschwund leidet. Ihm sind die Leserinnen und Leser abhanden gekommen. Und ohne sie kann bekanntlich keine Geschichte stattfinden, denn niemand füllt sie mehr mit seiner Leselebenskraft aus. Wie aber soll sich die Geschichte vom Kapitän Wakusch vollenden, wenn sie nicht weitergeht? Kapitän Wakusch muss einen Weg finden, sein Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können. Mit großem philosophischen Scharfsinn und sehr viel Witz schildert Giwi Margwelaschwili in seiner „Fluchtästhetischen Novelle“ die Welt der Buchfiguren.

Leseprobe:  » Berlin, Schönefeld, August 1947: Der junge Nachkriegsgefangene Wakusch besteigt bang das Flugzeug, mit dem er in das unbekannte Georgien entführt werden soll. Doch die Maschine will nicht abheben: Wieder und wieder drehen sich die Propeller, aber jedes Mal wird der Start verschoben. Wie kann das sein? «  


DAS  LESELEBEN  |  www.verbrecherverlag.de   |  Verlag: Verbrecherverlag  | Erscheinungsjahr: 2014   » Das Leseleben «  | Giwi Margwelaschwili Werkausgabe | bei  www.amazon.de

 Illustrationen von Zubinski  |  Was ist ein Leseleben? Wer führt es? Der Lesende? Der Gelesene, der im Buch als Buch#gur existiert? Der Text gar? Der Autor und Philosoph Giwi Margwelaschwili führt auf jeden Fall ein Leseleben. Er ist als Mensch ohne Lektüre, als Autor ohne Leserinnen und Leser nicht denkbar, denn erst diese bringen Leben in seine Welt der Buch#guren. Hier will die Buchweltnachtigall nicht nur gelesen, sondern auch gehört werden und das O nicht zwischen zwei T geraten. Diese Geschichten sind heiter, befreiend und klar durchdacht. Zudem halten Sie ein echtes Unikat in Händen, denn es gibt keine andere Ausgabe dieses Buches, in dem die Geschichten und Illustrationen auf dieselbe Weise angeordnet sind.

Im Rahmen einer Werkschau sind im Verbrecher Verlag bisher erschienen: »OLcer Pembry« (2007), »Zuschauerräume« (2008), »Vom Tod eines alten Lesers« (2008), »Der Kantakt« (2009), »Der verwunderte Mauerzeitungsleser«, »Kapitän Wakusch 1 – In Deuxi land« und »Kapitän Wakusch 2 – Sachsenhäuschen« (alle 2010), die »Fluchtästhetische Novelle« (2012) sowie das Lesebuch »Verfasser unser« (2013).

 

LESEPROBE

Was ist ein Leseleben? Und wer führt es? Der Lesende? Der Gelesene, der im Buch als Buch#gur existiert? Der Text gar? Diese Fragen sind allesamt äußerst schwer zu beantworten. Giwi Margwelaschwili, der 1927 in Berlin geboren wurde, führt allerdings auf jeden Fall ein Leseleben. Er ist als Mensch ohne Lektüre nicht denkbar, und er ist als Autor ohne Leserinnen und Leser nicht denkbar, denn erst diese bringen Leben in seine Welt. Und Giwi Margwelaschwili ist der, der uns das verborgene Leben in den Texten zugänglich gemacht hat, die Welt derjenigen, die auf und zwischen den Zeilen leben. Er hat uns in seinen diversen Romanen, Theaterstücken, Gedichten oder Geschichten und in seinen Essays und Aufsätzen immer wieder mit der Nase auf jene gestoßen, die in den Büchern leben, die erst durch die Lesenden belebt werden und dabei doch auch ein Eigenleben haben, eines, das verschiedenen Prämissen unterliegt. Jene, die Haupt#guren sind, sind beispielsweise sehr stark ihrem Thema abhängig, müssen also stets dem Schicksal folgen, das ihre Autorin oder ihr Autor für sie bestimmt hat. Dagegen sind die Neben#guren freiere Buchpersonen – doch auch ihr Schicksal kann auf den wenigen Zeilen, auf denen sie auftauchen, sehr grausam sein.   

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DER  VERWUNDERTE  MAUERZEITUNGSLESER   |  Verbrecherverlag  -  www.verbrecherverlag.de   |  Mit Fotografien von Alexander Janetzko  | Erscheinungsjahr:  2010 

»Der verwunderte Mauerzeitungsleser: Essay «  | Giwi Margwelaschwili Werkausgabe  | bei www.amazon.de  

In diesem unterhaltsamen Essay spaziert Giwi Margwelaschwili durch Berlin, und liest, was an die Wände geschrieben wurde: „Berlin muss deutsch bleiben“ oder „Soft resistance“. Was, fragt sich der Autor, wollen uns die Mauerbedichter damit genau sagen? Margwelaschwili geht – seiner Philosophie folgend – dem ontotextologischen Gehalt der Mauerinschriften auf den Grund und kategorisiert sie. Das Ergebnis ist eine Welttextspielerei auf hohem Niveau. AlexanderJanetzko geboren 1981 in Altdöbern, lebt in Berlin. Studium an der Ostkreuzschule für Fotografie. Arbeitet als freiberuflicher Fotograf und Künstler im In- und Ausland. Siehe auch: www.alexanderjanetzko.de

 

LESEPROBE

Die ontologisch eindeutigen und mehrdeutigen oder kontrapunktischen Beschriftungen Mich beschäftigt seit Jahrzehnten die ontotextuelle Verfassung des Menschen, also das Prinzip, nach dem der Mensch als textlich prädeterminierter, mithin alsTextweltmensch existiert, abhängig etwa von den textuellen Grundlagen der großen Religionen (also des Buddhismus, des Hinduismus, des Judenund Christentums, des Islams), abhängig jedoch auch von anderen Texten der weltanschaulich-ideologischen Art, wie sie vor allem den geschichtlichen Gang des 20. Jahrhunderts bestimmt haben.   LESEPROBE WEITERLESEN


VERFASSER  UNSER  |  Verbrecherverlag  -  www.verbrecherverlag.de   | Erscheinungsjahr:  2013 | Giwi Margwelaschwili Werkausgabe |  Kindle Edition bei www.amazon.de

Kristina Wengorz (Herausgeber), Jörg Sundermeier (Herausgeber), Insa Wilke (Nachwort)

Giwi Margwelaschwili erzählt von Nashörnern, Kavalieren und dem Mond. Bei ihm wird der Seitenrand eines Buches zum Strand und Interpunktion kann tödlich sein. Er nimmt seine Leserinnen und Leser mit in die Welt der Buch- und Bildfiguren, entführt sie in die bedeutenden Werke der Weltliteratur von Goethe, Schiller, Heine und dem mittelalterlichen Dichter Neidhart, von Jorge Luis Borges, Zbigniew Herbert oder Georg Trakl und Emanuel Geibel. In deren Texten verändert die Buch- und Versweltverwaltung gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern das gewohnte Geschehen zum Wohle der Buchfiguren: Mephisto erhält bei seinem Spaziergang im Garten ungewohnte Gesellschaft, der Taucher darf überleben und die "Wohnblume" Arik Brauers wird als Transportmittel eingesetzt.

Die hier versammelten Geschichten und Gedichte präsentieren anlässlich der Verleihung des Italo-Svevo-Preises 2013 an Giwi Margwelaschwili "Sprachwitz und fantastische Ideenfülle" (Insa Wilke) dieses bedeutenden deutsch-georgischen Autors und Philosophen.

Leseprobe: » Eine gute Textweltwirklichkeitsverdrehung »Was ist das?« ruft Mephisto verblüfft. Er hat sich zufällig umgesehen und ein ihm völlig unbekanntes Paar hinter sich und Marthe auf dem Gartenweg erblickt. »Wer sind die zwei? Wo … wo sind denn Faust und Margarete?«


KAPITÄN WAKUSCH 2  / SACHSENHÄUSCHEN   |  Verbrecherverlag  -  www.verbrecherverlag.de   

...  „Sachsenhäuschen“ nimmt den Faden wieder auf – nun ist Wakusch, das alter Ego Margwelaschwilis, plötzlich ein Gefangener der Sowjets. Er wird nach einer Odyssee durch verschiedene Kerker in das berüchtigte Speziallager Nr. 7 verbracht, dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort erlebt er Elend und Demütigung, aber auch Lichtblicke, etwa eine Theateraufführung mit dem Mitgefangenen Heinrich George ... 


KAPITÄN  WAKUSCH  1   IN  DEUXILAND   |  Verbrecherverlag   -   www.verbrecherverlag.de  | Erscheinungsjahr: 2010   » KAPITÄN WAKUSCH 1: IN DEUXILAND «  bei  www.amazon.de

Im ersten Band "In Deuxiland" beschreibt er seine Jugend als Ausländer im Dritten Reich. Doch ist er nicht nur ein Exiliantenkind in Deutschland – als Jazzliebhaber, der sich in der Jazzbar "Kakadu" der verbotenen Musik hingibt, ist er zugleich ein jugendlicher Rebell. Mit dem Kriegsende endet der erste Band, der zweite Band "Sachsenhäuschen" nimmt den Faden wieder auf – nun ist Wakusch, das alter Ego Margwelaschwilis, plötzlich ein Gefangener der Sowjets. Er wird nach einer Odyssee durch verschiedene Kerker in das berüchtigte Speziallager Nr. 7 verbracht, dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort erlebt er Elend und Demütigung, aber auch Lichtblicke, etwa eine Theateraufführung mit dem Mitgefangenen Heinrich George.  In "Kapitän Wakusch" schildert Margwelaschwili die Welt- und seine Lebensgeschichte scheinbar leichthin, in origineller Sprache, ohne aber je die Möglichkeit der Selbstverständigung und der Selbstbefreiung aufzugeben – ein Zeitdokument und zugleich große Literatur!


VOM TOD EINES ALTEN LESERS    www.verbrecherverlag.de  Verlag: Verbrecherverlag

Ein alter Mann wird tot aufgefunden, sein Kopf liegt auf dem Buch, in dem er eben noch ein Gedicht gelesen hatte. Der Geist des alten Mannes jedoch lebt in dem Gedicht weiter, darauf hoffend, die Leserinnen und Leser auf die verborgenen Schönheiten des lyrischen Textes aufmerksam machen zu können.


DER KANTAKT  www.verbrecherverlag.de    Verlag: Verbrecherverlag 

In diesem zum Teil autobiographischen Roman geht es zugleich um die Auswirkung der Teilung zur Zeit des Kalten Krieges und um Margwelaschwilis persönliche Lebensumstände, etwa um seinen intellektuellen Werdegang während seines Zwangsaufenthaltes in Georgien. So befasst sich dieser mit viel Raffinement ausgeklügelte Essayroman mit den Auswirkungen der Politik auf die Literatur und auf das 20. und das beginnende 21. Jahrhundert.  


ZUSCHAUERRÄUME  www.verbrecherverlag.de  | Verlag: Verbrecherverlag

Die Helden dieses Stücks versuchen, gegen die Realität des Theaters aufzustehen und ihre inszenierte Geschichte mit allen Mitteln zu bekämpfen, denn sie ist als Geschichte der Gewalt leider, wie die Helden zugeben müssen, nur mit Gewalt zu beseitigen


DIE MEDEA VON KOLCHOS  www.verbrecherverlag.de   |  Verlag: Verbrecherverlag

Was geschieht, wenn eine Buchfigur in einer Geschichte leben muss, die kaum noch gelesen wird? Muss sie an Leserschwindsucht sterben? Und was, wenn sie sich dessen bewusst ist? Warum hängt ein vielarmiger Staubsauger am Himmel? Und warum sind in diesem Text neben der Buchfigur Wakusch zwei weitere Wakusche aktiv? Und wieso soll eine Medea-Statue am Schwarzmeerstrand das Medea-Buch von Christa Wolf lesen?